Die GVZ führte im Jahr 2017 eine Bereinigung der Funkkanäle sowie eine Inventarisierung sämtlicher Funkgeräte bei den Feuerwehrorganisationen im Kanton Zürich durch. Ziel war, neben einer Vereinheitlichung der Kanäle auch eine Reduktion der Konzessionsgebühren für die Feuerwehren zu erreichen.

Administration
  • Im Feuerwehr-Administrations-System LODUR wird pro Feuerwehr ein Auszug aus dem in der GVZ-Funkdatenbank erfassten Funkinventars ersichtlich sein.
  • Zusätzlich wird über LODUR ein PDF-Dokument mit allen relevanten Funkdaten der entsprechenden Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden.
  • Werden neue Funkgeräte über das Logistikzentrum Bachenbülach der GVZ bezogen und ausgemusterte Geräte dort zurückgegeben, wird die Funkdatenbank automatisch aktualisiert und die Feuerwehren müssen nichts mehr weiter unternehmen.
  • Werden Funkgeräte über den Funkfachhandel bezogen, dient das oben erwähnte PDF-Dokument als Grundlage für die Programmierung. Die Feuerwehren müssen allerdings in diesem Fall anschliessend eine Mutationsmeldung an die GVZ absetzen.
  • Das Aktualisieren des Funkinventars ist Sache der Feuerwehr.
  • Konzessionsrelevante Änderungen an den Funkdaten werden durch die GVZ dem BAKOM gemeldet.
Kanaltabelle
# Kanalbezeichnung Bemerkungen / Zuteilung Hand Mobil Fix
1 Berufsfeuerwehr nur BF X X X
2 Berufsfeuerwehr nur BF X X X
3 Stützpunktfeuerwehr nur SFW und BF X X X
4 Arbeitsplatz alle X X
6 Ortsfeuerwehr alle X X X
7 Betriebsfeuerwehr nur BFW, SFW und BF X X (X)
8 Spezialisten alle X X ?
10 Arbeitsplatz alle X X
11 Arbeitsplatz alle ausser BFW X X
16 TURICUM Gebäudefunk / alle X *

? = gemäss Wunsch Feuerwehr | * = bei Feuerwehren mit TURICUM Relais im Einsatzgebiet
(X) = K7 nur bei BFW auf Fixstation (2.5W)
BF = Berufsfeuerwehr | SFW = Stützpunktfeuerwehr | OFW = Ortsfeuerwehr | BFW = Betriebsfeuerwehr

 

Funkkonzept VHF-Funk ab Mai 2017
Konzessions-Gebühren

Jährliche Verwaltungsgebühren gem. „Fernmeldegebührenverordnung UVEK“ (SR 784.106.12) Art. 9 und 10.

 

Verordnung

Allfällige organistaionsspezifische Kanäle (Frequenzen) sind in dieser Berechnung nicht berücksichtigt.


Gebühren falls Fixstationen vorhanden (VHF 12.5kHz / POLYCOM 37 DMO)

Typ Kanäle Berechnung Betrag CHF
VHF, Fix 6, 7 2 x 12.5 : 12.5 = 2 | 2 x 336.- 672.00
VHF, Mobil 4, 8, 10 3 x 12.5 : 12.5 = 3 | 3 x 84.- 252.00
POLYCOM 37 DMO 37 x 10 : 12.5 = 29.6 (aufger. 30) | 30 x 10.- 300.00
TOTAL 1’224.00

Gebühren falls KEINE Fixstationen vorhanden (VHF 12.5kHz / POLYCOM 37 DMO)

Typ Kanäle Berechnung Betrag CHF
VHF, Mobil 4, 6, 7, 8, 10 5 x 12.5 : 12.5 = 5 | 5 x 84.- 420.00
POLYCOM 37 DMO 37 x 10 : 12.5 = 29.6 (aufger. 30) | 30 x 10.- 300.00
TOTAL 720.00

Im Bereich POLYCOM wird überprüft, ob für jede Feuerwehrorganisation eine entsprechende Konzession vorhanden ist. Allenfalls erfolgt eine Ergänzung. Zusätzlich werden sämtliche bestehenden POLYCOM-Konzessionen wie folgt angepasst: Gebührenpflichtig sind alle 37 programmierten DMO-Kanäle. Diese werden über die „Bedingungen und Vorgaben“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS vorgegeben. Bisher wurden nur 8 DMO Kanäle seitens BAKOM verrechnet. Diese Anpassung läuft bilateral zwischen BAKOM und GVZ, so das sich die Feuerwehren nicht darum kümmern müssen. Finanziell heisst das pro Feuerwehrorganisation eine jährlich Verwaltungsgebühr statt bisher CHF 70.- neu CHF 300.-. Was dies finanziell über den ganzen Funkbereich (VHF und POLYCOM) bedeutet, wird im obigen Beispiel ersichtlich.

Allfällige organistaionsspezifische Kanäle (Frequenzen) sind in dieser Berechnung nicht berücksichtigt.


Gebühren, falls Kanal 8 auf den Fixstationen konfiguriert ist (VHF 12.5kHz / POLYCOM 37 DMO)

Typ Kanäle Berechnung Betrag CHF
VHF, Fix 6, 8 2 x 12.5 : 12.5 = 2 | 2 x 336.- 672.00
VHF, Mobil 4, 10, 11 3 x 12.5 : 12.5 = 3 | 3 x 84.- 252.00
POLYCOM 37 DMO 37 x 10 : 12.5 = 29.6 (aufger. 30) | 30 x 10.- 300.00
TOTAL 1’224.00

 


Gebühren, falls Kanal 8 NICHT auf den Fixstationen NICHT konfiguriert ist (VHF 12.5kHz / POLYCOM 37 DMO)

Typ Kanäle Berechnung Betrag CHF
VHF, Fix 6 1 x 12.5 : 12.5 = 1 | 1 x 336.- 336.00
VHF, Mobil 4, 8, 10, 11 4 x 12.5 : 12.5 = 4 | 4 x 84.- 336.00
POLYCOM 37 DMO 37 x 10 : 12.5 = 29.6 (aufger. 30) | 30 x 10.- 300.00
TOTAL 972.00

Im Bereich POLYCOM wird überprüft, ob für jede Feuerwehrorganisation eine entsprechende Konzession vorhanden ist. Allenfalls erfolgt eine Ergänzung. Zusätzlich werden sämtliche bestehenden POLYCOM-Konzessionen wie folgt angepasst: Gebührenpflichtig sind alle 37 programmierten DMO-Kanäle. Diese werden über die „Bedingungen und Vorgaben“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS vorgegeben. Bisher wurden nur 8 DMO Kanäle seitens BAKOM verrechnet. Diese Anpassung läuft bilateral zwischen BAKOM und GVZ, so das sich die Feuerwehren nicht darum kümmern müssen. Finanziell heisst das pro Feuerwehrorganisation eine jährlich Verwaltungsgebühr statt bisher CHF 70.- neu CHF 300.-. Was dies finanziell über den ganzen Funkbereich (VHF und POLYCOM) bedeutet, wird im obigen Beispiel ersichtlich.

Allfällige organistaionsspezifische Kanäle (Frequenzen) sind in dieser Berechnung nicht berücksichtigt.


Gebühren, falls Kanal 8 auf den Fixstationen konfiguriert ist (VHF 12.5kHz / POLYCOM 37 DMO)

Typ Kanäle Berechnung Betrag CHF
VHF, Fix 3, 6, 8 3 x 12.5 : 12.5 = 3 | 3 x 336.- 1’008.00
VHF, Mobil 4, 7, 10, 11 4 x 12.5 : 12.5 = 4 | 4 x 84.- 336.00
POLYCOM 37 DMO 37 x 10 : 12.5 = 29.6 (aufger. 30) | 30 x 10.- 300.00
TOTAL 1’644.00

Gebühren, falls Kanal 8 NICHT auf den Fixstationen konfiguriert ist (VHF 12.5kHz / POLYCOM 37 DMO)

Typ Kanäle Berechnung Betrag CHF
VHF, Fix 3, 6 2 x 12.5 : 12.5 = 2 | 2 x 336.- 672.00
VHF, Mobil 4, 7, 8, 10, 11 5 x 12.5 : 12.5 = 5 | 5 x 84.- 420.00
POLYCOM 37 DMO 37 x 10 : 12.5 = 29.6 (aufger. 30) | 30 x 10.- 300.00
TOTAL 1’392.00

Im Bereich POLYCOM wird überprüft, ob für jede Feuerwehrorganisation eine entsprechende Konzession vorhanden ist. Allenfalls erfolgt eine Ergänzung. Zusätzlich werden sämtliche bestehenden POLYCOM-Konzessionen wie folgt angepasst: Gebührenpflichtig sind alle 37 programmierten DMO-Kanäle. Diese werden über die „Bedingungen und Vorgaben“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS vorgegeben. Bisher wurden nur 8 DMO Kanäle seitens BAKOM verrechnet. Diese Anpassung läuft bilateral zwischen BAKOM und GVZ, so das sich die Feuerwehren nicht darum kümmern müssen. Finanziell heisst das pro Feuerwehrorganisation eine jährlich Verwaltungsgebühr statt bisher CHF 70.- neu CHF 300.-. Was dies finanziell über den ganzen Funkbereich (VHF und POLYCOM) bedeutet, wird im obigen Beispiel ersichtlich.

FAQ

Hat die Anpassung der Bandbreite auf den Feuerwehrkanälen einen Einfluss auf die Reichweite oder die Sprachqualität?

Diverse Funktests haben gezeigt, dass eine Anpassung der Bandbreite von 25kHz auf 12.5kHz weder einen Einfluss auf die Reichweite noch auf die Sprachqualität im Feuerwehreinsatz haben.

Warum wird bei allen Geräten die Bandbreite angepasst und kann z.B. nicht laufend bei Neubeschaffungen aktualisiert werden?

Aus technischer Sicht kann es in lärmiger Umgebung bei einem „Mischbetrieb“ von 25kHz und 12.5kHz zu sogenantem „Blocking“ kommen, wie folgende Audioaufnahme eindrücklich aufzeigt. Bei diesem Test wurde der Atemschutzträger mit einem 25kHz Gerät ausgestattet, der Einsatzleiter und Maschinist mit einem 12.5kHz Gerät. Zuerst wurde ohne Lärm gefunkt, danach ca. ab 1:04 Min. ein Lüfter in Betrieb genommen.


Auch aus finanzieller Hinsicht macht es Sinn, alles auf einmal auf 12.5kHz umzustellen, denn ab diesem Zeitpunk profitieren die Feuerwehrorganisatione von optimierten jährlichen Verwaltungsgebühren gegenüber den BAKOM. Was dies im Detail bedeutet wird, ist im Kapitel „Gebühren-Rechner“ ersichtlich.

Was kostet die geplante Aktion die Gemeinden?

Die Gebäudeversicherung Kanton Zürich übernimmt die Kosten der Umprogrammieraktion als Dienstleistung für die Feuerwehren. Wie oben erwähnt wird die Gemeinde auch finanziell mit tieferen Jahresgebühren entlastet (durch Reduktion der Bandbreite).

Warum wird der Kanal 5 (Analoger Koordinationskanal) nicht mehr benötigt?

Unsere Partnerorganisationen (Polizei, Rettungsdienst, Zivilschutz usw.) operieren nicht mehr im VHF-Funkbereich und sind nur noch mit POLYCOM-Geräten ausgerüstet. Sollte eine Koordination per Funk mit diesen Partnern nötig sein, ist diese per POLYCOM sichergestellt

Warum wird der FW-Kanal 9 nicht mehr benötigt?

Der Kanal 9 hat historisch bedingt die gleiche Frequenz wie Kanal 8. Der Kanal 9 ist zusätzlich noch mit einem Pilotton ausgestattet. Dies hat den Effekt, dass wenn auf K9 gefunkt wird, man den Funkspruch auch auf K8 hört. Wird auf K8 gefunkt, hört man den Funkspruch auf K9 nicht, der Kanal wird aber trotzdem belegt und kann für einen paralellen Funkspruch auf K9 während dieser Zeit nicht verwendet werden. Dies hat oft zu Verwirrung geführt und ist auch aus technischer Sicht nicht sinvoll.

Warum werden die individuellen CTCSS-Pilottöne pro Feuerwehr aufgelöst und somit die Kanäle 10 und 11 vereinheitlicht?

Durch die vermehrte Zusammenarbeit von Feuerwehrorganisationen (Nachbarschaftshilfe, Zusammenarbeitsverträge usw.) ist eine individuelle Zuteilung der Pilottöne eher hinderlich. Auch wird eine möglichst standartisierte Geräteprogrammierung angestrebt. Hier gab es in der Vergangenheit auch schon Probleme, dass zwei Feuerwehren mit verschiedenen Pilottönen zur gleichen Zeit auf beispielsweise K10 gefunkt und sich somit gegenseitig gestört haben, weil der Kanal nur einmal belegt werden kann. Die Feuerwehren konnten die Störung allerdings nicht zuordnen, da sie sich gegenseitig nicht hören konnten.

Warum wird der Kanal 16 (Gebäudefunk) flächendeckend bei allen Feuerwehren programmiert, auch wenn eine Feuerwehr keine solchen Anlagen in ihrem Einsatzgebiet hat?

Ebenfalls unter dem Aspekt der vermehrten Zusammenarbeit unter den Feuerwehren und einer einheitlichen Geräteprogrammierung wird dies so praktiziert. Dieser Kanal kann nur benutzt werden, wenn ein entsprechendes Inhouse-Relais in Betrieb ist, er kann nicht zweckentfremdet werden. Es fallen für diesen Kanal bei den Feuerwehren keine zusätzlichen Gebühren an, da diese Relaisfrequenzen durch die GVZ einmalig über den ganzen Kanton konzessioniert werden.