Im Zuge der Ablösung der analogen Telefonie durch die Telefonanbieter musste ein Ersatz für die Zustellungsart der Einsatzaufträge in die Feuerwehrdepots gefunden werden, welche bis anhin via Telefax zugestellt wurden. Daher initialisierte die GVZ das Projekt mit dem Namen „GRISU“ als Akronym für GVZ Rescue Information Server Unit. Das Prjekt GRISU wird im 2018 abgeschlossen und fortan als GVZ-Alarmbox bezeichnet.

GVZ-Alarmbox
Funktionsumfang

Jeder Feuerwehrorganisation im Kanton Zürich stellt die GVZ als Endgerät vor Ort im Feuerwehr-Depot die GVZ-Alarmbox zur Verfügung. Dabei handelt es sich um single-board Computer, auf welchen ein massgeschneidertes Betriebssystem installiert ist. Per USB-Schnittstelle ist ein Laserdrucker zum Ausdruck der Einsatzaufträge und Protokolle angeschlossen. Zudem kann über die HDMI-Schnittstelle ein Monitor angeschlossen werden, auf welchem im Einsatzfall alle der ELZ bekannten Informationen zum Einsatz dargestellt werden.

Alarm-Display

An jede Alarmbox kann ein HDMI-fähiger Monitor angeschlossen werden. Im Einsatzfall werden auf diesem Monitor alle der ELZ vorhandenen Informationen zum Einsatz dargestellt. Zudem wird der Einsatzort auf einer Karte des ZH-GIS und in Satellitenansicht dargestellt. Der Monitor wird nicht von der GVZ zur Verfügung gestellt, sondern muss von der jeweiligen Organisation selber beschafft werden.

Hardware-Voraussetzungen für den Monitor

Der Monitor muss mit einem HDMI-Anschluss ausgestattet sein und eine der folgenden Auflösungen unterstützen:

  • 1920 x 1080 Pixel (Full HD)
  • 1650 x 1050

Linke Seite Oben

Grundlegende Informationen zum Einsatz analog dem Einsatzauftrag.

  • Einsatzstichwort
  • Hinweise
  • Adresse
  • Auftragsnummer
  • Datum, Zeit
  • Melder

Linke Seite Unten

  • Ständig aktualisierte Bemerkungen zum Einsatz welche der Disponent in der ELZ zum Einsatz erfasst. Die Informationen aus 3 Minuten werden in einem Block zusammengefasst.
  • Alarmierte Alarmgruppen mit entsprechendem Zeitpunkt der Alarmierung
  • Alarmierte Einheiten mit dem jeweils aktuellen Status (Disponiert, Ausgerückt, Am Einsatzort, Rückfahrt mit Einsatz und Einsatzbereit Wache)

Rechte Seite

  • Karte des Einsatzorts mit aktuellen Informationen aus dem Übersichtsplan des ZH-GIS
  • Luftaufnahme des Einsatzorts angereichert mit Daten aus Open-Street-Map

Uhr in der Mitte

  • Die Uhr in der Mitte beginnt ab der Alarmierung der ersten Einheit zu laufen und stoppt, sobald der Status „Am Einsatzort“ an die ELZ übermittelt wurde. Nach 10 Minuten Laufzeit wechselt die Uhr ihre Farbe von grün auf rot. Die Zeiten werden nicht statistisch erfasst, sondern wiederspiegelt lediglich eine Information, welche beim Einsatzabschluss im Protokoll der ELZ sichtbar ist.

Drucker

Der Drucker dient zum ausdrucken der versendeten Einsatzaufträge und -protokolle. Je nach Standort der Alarmbox oder Feuerwehr bestehen verschiedene Bedürfnisse bezüglich den gedruckten Feuerwehr(FW) und First-Responder(FR) Einsatzaufträgen und -protokollen. Daher können pro Gerät verschiedene Druckprofile verwendet werden:

  • Einsatzausdruck FW oder FR (1 – 6 Exemplare)
  • Einsatzprotokoll FW oder FR 1. Seite (1 – 2 Exemplare)
  • Einsatzprotokoll FW oder FR komplett (1 – 2 Exemplare)
  • Kein Einsatzprotokoll
  • Kein Einsatzausdruck
  • Nur FW Ausdruck
  • Nur FR Ausdruck

Zur Konfiguration der Alarmbox nehmt bitte mit uns via support-feuerwehr@gvz.ch Kontakt auf.

Ersatzbeschaffung Toner

Für die Ersatzbeschaffung der Toner ist die jeweilige Feuerwehr-Organisation verantwortlich.

Netzwerkanforderungen

Rahmenbedingung

  • Netzwerkanschluss via Ethernet (RJ45)
  • Automatische Zuweisung der Netzwerk-Konfiguration mittels DHCP
  • Alternativ kann das Device auch statisch konfiguriert werden (siehe statische Netzwerk-Konfiguration).

Eingehende Verbindungen (zum Device)

keine

Ausgehende Verbindungen (vom Device)

  • DHCP (UDP/68)
    • Wird grundsätzlich vorausgesetzt für die Basis-Netzwerk-Konfiguration.\\ Alternativ kann die Basis-Netzwerk-Konfiguration auch statisch erfolgen (siehe statische Netzwerk-Konfiguration).
  • DNS (TCP+UDP/53)
    • An die via DHCP gesetzten oder statisch konfigurieren Nameserver (siehe statische Netzwerk-Konfiguration).
  • NTP (UDP/123)
    • Standardmässig werden NTP Server aus dem CH Pool verwendet (http://www.pool.ntp.org/zone/ch)
    • Alternativ können diese auch statisch gesetzt werden (siehe statische Netzwerk-Konfiguration).
  • HTTPS (TCP/443)

Falls ein Proxy eingesetzt wird, so benötigen wir folgenden Angaben:

  • Host
  • Port
    • Der Proxy muss dabei die CONNECT Methode unterstützen und eine direkte Verbindung zu allen aufgeführten Servern muss möglich sein
      (Serverzertifikate werden validiert – on the fly SSL decryption und encryption mittels dynamischen Zertifikaten ist nicht möglich).

Statische Netzwerk-Konfiguration

In Ausnamefällen kann es sein, dass die Devices die Netzwerk-Konfiguration nicht via DHCP erhalten können sondern statisch (vor-)konfiguriert werden müssen. Dazu werden folgende Angaben benötigt:

  • IP Adresse
  • Netzmaske
  • Gateway
  • IP Adressen der Nameserver (min. 2)
  • Allenfalls auch die Hostnamen/IP Adressen von mindestens zwei Timeservern. Dies ist abhängig von der jeweiligen Situation (aus sicherheitstechnischen Gründen kann es sein, dass die öffentlichen NTP Server nicht verwendet werden können). Wenn die statische Konfiguration an das Device ausgeliefert wurde ist es im Setup-Netzwerk nicht mehr erreichbar. Falls bei der Konfiguration ein Fehler passiert ist, so muss es zuerst mittels des Standard Recovery Verfahren zurückgesetzt werden. Danach kann es neu konfiguriert werden.
    Unbedingt zu beachten ist beim Deployment von Devices mit statischer Konfiguration, dass die entsprechend zuständige IT Abteilung auf Kundenseite jeweils bei Änderungen vorgängig informiert. Andernfalls kann es passieren, dass Devices nicht mehr funktioneren. Dies gilt im Besondern für Änderungen von:
  • IP Adresse, Netzwerk oder Gateway
  • Nameserver
  • Proxy Einstellung
Support

Bei Fragen oder Problemen mit der Alarmbox, bitte das untenstehende Formular verwenden.